Schule in Bewegung
Das Präsentieren der Ergebnisse und das gegenseitige Zuhören fordern von Paul, Anne, Gustav, Maria und den anderen Kindern viel Konzentration. Um zu verhindern, dass Unruhe aufkommt und um neue Energie zu sammeln, baut das Pädagogen-Team der „Lernfüchse" zwischendurch ein kurzes Bewegungsspiel in den Unterricht ein. Beim „Regenwurm-Knoten" bilden die Kinder einen Kreis und schließen die Augen.
Dann bewegen sie sich auf ihre Mitschüler zu, bis zur Mitte des Kreises und fassen sich blind an den Händen. Anschließend werden die Augen geöffnet. Nun soll der entstandene „Knoten" ohne Loslassen der Hände gelöst werden. Generell werden in der PbG die kleinen Pausen, die sich über den ersten und zweiten Unterrichtsblock verteilen, als gemeinsame Bewegungs- oder Entspannungspausen genutzt.
Die Gesundheit der Kinder spielt eine wichtige Rolle im Konzept der PbG. Dem wird zum einen durch Bewegung, zum anderen durch Ernährung Rechnung getragen. Die PbG ist eine Schule in Bewegung: Dem gesteigerten Bewegungsbedürfnis von Grundschulkindern kommen die offenen Unterrichtsformen, die in den Unterricht integrierten Bewegungsübungen und die flexiblen Klassenzimmer zugute. Das leidige Thema der schweren Schultasche gibt es an der PbG nicht, alle Materialien verbleiben in der Schule.
Zudem hat eine Wissenschaftlerin der Deutschen Sporthochschule Köln für die PbG ein spezielles Sport- und Bewegungskonzept entwickelt, das jeweils auf die fächerübergreifenden Themeneinheiten abgestimmt wird. Neben dem Sportunterricht werden so weitere Bewegungsangebote im Schullalltag integriert. Der Sportunterricht wird in Kooperation mit Wiesbadener Vereinen organisiert, sodass auch Sportarten wie Tennis, Golf oder Reiten angeboten werden können. Individuelle Neigungen und Talente der Kinder lassen sich besser berücksichtigen.
Gesunde Ernährung wird an der PbG in Form des täglichen gemeinsamen Frühstücks und Mittagessens vorgelebt. Darüber hinaus wird den Kindern Wissen rund um Ernährung im Unterricht vermittelt. Dieses Wissen können die Kinder beispielsweise in gemeinsamen Kochkursen an der Schule an ihre Eltern weitergeben.